1. Es ist deutlich kleiner, als ich erwartet hatte. Es ist auch so viel kürzer als andere BookNooks. Das Gute ist, dass ich die Technik für mein Bücherregal dahinter verstauen kann. 2. Es wird kein Leim und dergleichen mitgeliefert. Auch keine Pinzette oder Feile. Auf letzteres kann ich verzichten, das habe ich selbst genug. Aber wenn ich dünnen Draht an ein beschichtetes Papier kleben soll, darf ich doch erwarten, den passenden Leim mitgeliefert zu bekommen. 3. Viele Teile muss man kleben, weil die Steckverbindungen nicht fest genug sind. 4. Es werden unzählige verschiedene Pflanzen hergestellt. Dass es unterschiedliche Pflanzen sind, lockert die Arbeit erheblich auf. Und ja, es nimmt viel Zeit in Anspruch, aber so ein Set bastelt man eh nicht an einem Abend fertig. Das Problem mit den Pflanzen ist nur, dass sie in der Realität anders aussehen als auf der Materialliste. Wenn ich also die Blüte A verwenden soll und 5 Blüten so ähnlich wie A, aber keine hundertprozentig gleich aussieht, hab ich ein Problem. Irgendwann war es mir egal und ich habe das genommen, was ich gerade nehmen wollte. 5. Begeistert war ich von den Rosenblüten. Keine Ahnung, ob es wirklich Plastikblüten sind oder ein anderes Material, aber das ist auch nicht wichtig. Sie sind unglaublich realistisch und sehen richtig toll im fertigen Häuschen aus. 6. Die Pflanzen stecken in Töpfen. Die da rein zu bekommen, ist gar nicht so schwer. Allerdings soll man hinterher die unten herausschauenden Stiele kürzen. Das ist mit keinem Werkzeug in meinem Haus einfach möglich. Ich habe einen sehr spitzen und sehr kleinen Seidenschneider. Damit lässt sich der kleine Draht problemlos schneiden. Aber er kommt nicht so tief von unten in den Blumentopf hinein, dass man den Stiel so kurz schneiden könnte, damit am Ende der Blumentopf stehen kann. Da schaut immer noch ein winziges Stück drüber. Es wäre also besser, wenn das Loch der Blumentöpfe gar nicht erst ganz durch geht. Und es wäre besser, die Stiele erst zu kürzen, bevor man sie in den Blumentopf oder die Vase steckt. 7. Die Größen fehlen. Am Anfang der sehr detaillierten Anleitung werden sämtliche Pflanzen aus unzähligen Einzelteilen gefertigt. Und später wird dann das Regal gebaut und dann die Pflanzen hineingestellt. Da wäre es schön, wenn man vorher wüsste, wie groß die Pflanzen sein dürfen. Ich musste sie bei mir etwas anders anordnen, weil einige einfach nicht mehr ins Regal gepasst hätten. Der Platz zwischen den Regalbrettern ist ja nicht unendlich. Ein Hinweis am Anfang der Anleitung wäre also wünschenswert. 8. Ein ähnliches Problem hat man schließlich beim Zusammenbau. Vor einem liegt der Fliesenboden im Inneren des Hauses. Die Regale, Kisten und Vasen, die einzeln herumstehen sollen, haben keinen festen Platz. Nicht dass sie mit einer Holzverbindung richtig feststehen würden, es gibt überhaupt keinen Hinweis darauf, wo genau man das platzieren soll. Und trotzdem muss man ja alles festkleben, weil es eben keine anderen Verbinder gibt. Dann will man die Wände anbringen und stellt fest: Das passt nicht. Bis dahin ist der Leim aber trocken. Da es sich aber um Miniatur-Möbel handelt, kann man die auch nicht mit viel Kraft anfassen und abziehen. Und selbst wenn man es schafft, reißt man den bedruckten Fliesenboden mit ab. Auf jeden Fall sollten hier am Boden dünne Linien eingezeichnet werden, bis wohin man maximal die Gegenstände kleben sollte. Das hat ja bei den Pflanzen im Regal schon genervt, aber am Ende ... Ich habe die Rückwand nicht gänzlich schließen können. Auf einer Seite bleibt sie leicht geöffnet. 9. Die Anleitung ist ausführlich bebildert und an vielen Stellen trotzdem nicht verständlich. Außerdem stimmen an einigen Stellen die Beschriftungen nicht. Der Aufbau wird also maximal erschwert. 10. Es gibt helles und dunkles Moos. Ich habe bis zum Schluss nicht verstanden, wo der Unterschied zwischen den beiden Tütchen mit hellem Moos ist. Die werden auch gesondert in der Materialliste geführt, sind aber inhaltlich in meinen Augen völlig identisch. 11. Ich bin ja auf filigrane Arbeiten eingestellt, sobald ich den Deckel hebe. Aber dass ich einen Draht von 0,1 mm Stärke auf ein Stück Holz stehend kleben soll, hat noch keiner von mir verlangt. Um das zum Halten zu kriegen, braucht es so viel Leim, dass es am Ende das Bild stört. Da gibt es an einigen Stellen wohl auch bessere Lösungen. Fazit: An sich ist es ein wirklich niedliches Projekt, das schön in mein Regal passt. Allein aufgrund der Größe würde ich den Wert aber tatsächlich etwas geringer schätzen als den aktuellen Preis von 30 €. Aufgrund von schlechter Planung und Vorbereitung durch den Hersteller war ich am Ende wirklich so genervt, dass ich froh war, als es endlich fertig war. Das ist das erste BookNook, bei dem ich nicht empfehlen würde, es zu kaufen.