Die Idee, ein kleines Nachtlicht am Bett stehen zu haben, das keine normale "langweilige" Lampe ist, sondern wie ein Standbild in einem alten Fernseher, fand ich sehr originell. Das Nachtlicht ist zudem nicht größer als ein gewöhnlicher Wecker, also sehr handlich und leicht. Da ich Freude am Zusammenbauen habe, bestellte ich mir dieses Set und legte los. Das Nachtlicht besteht im Wesentlichen aus Holz, das sehr gut verpackt geliefert wurde. Alle Teile waren in einwandfreiem Zustand. Nichts roch und alles sah sehr sorgfältig gefertigt aus. Ich packte alles aus und studierte die ausführliche Bastelanleitung. Der Zusammenbau ist intuitiv gestaltet, so dass es mich nicht mehr als eine Viertelstunde kostete, in der ich aber mit Spaß an der Sache dabei war. Nun zu den Details: Die Bauteile sind gelasert und müssen aus den Holzscheiben herausgedrückt werden. Da das Material sehr robust und somit recht dick ist, war das Herausdrücken etwas anstrengend, ich habe meine Finger danach gut gespürt. Vielleicht sollten die Teile etwas stärker herausgeschnitten werden, damit dies künftig leichter geht. So hatte ich jedenfalls nicht nur Druck in den Fingern, sondern auch immer etwas Sorge, dass ich bei all der nötigen Kraft etwas kaputt machen könnte. Glücklicherweise ging nichts schief. Nun legte ich die einzelnen Scheiben übereinander. Es kommt immer eine Motivscheibe, gefolgt von einem Abstandshalter, übereinander. In der Beschreibung wird ein Motiv mit C1 beschrieben, das Motiv auf dem Holz trägt aber die Bezeichnung D2. Hier ist offensichtlich ein Fehler unterlaufen, auf den ich andere Bastler gern hinweisen möchte. Als nächstes habe ich den USB C-Anschluss mit zwei beiliegenden Schrauben und dem mitgelieferten Schraubenzieher am Rahmen des Nachtlichtes angeschraubt. Die Stelle ist genau markiert. Auch den Lichtschalter mit dem Draht habe ich angebracht. Er wird einfach durch ein Loch gedrückt. Bei dem "Schalter", der durch Berührung funktioniert, handelt es sich übrigens um eine Gürtelschraube. Das fand ich originell wie einfach gelöst. Da der Draht leider nicht ganz mittig am Knopf angelötet war, war er etwas breiter, als er sollte. Ich musste daher viel Kraft aufwenden, um ihn durch die Öffnung im Holz zu drücken. Anschließend habe ich begonnen, den Rahmen zusammenzustecken. Dabei soll man ihn U-förmig zusammenbauen, nur oben oben noch nicht schließen, um die Technik und die Motivscheiben anbringen zu können. Das wäre aber recht knifflig geworden. Daher habe ich die Teile zunächst nur am Boden fixiert. Nun konnte ich mich um die Drähte kümmern, die an einer Platine eingesteckt werden müssen, bevor diese an der Rückwand des Nachtlichtes angeklebt wird. Das Einstecken ging mit etwas Mühe dann aber ganz gut. Es ist halt alles sehr kleinteilig und sobald man ein oder zwei Drähte eingesteckt hat, geht das Licht bereits an und blendet beim Zusammenbauen. Die Platine hat auf der Rückseite einen Aufkleber. Man entfernt die Abdeckfolie und kann die Platine dann auf die Holzwand des Nachtlichtes aufkleben. Der Teil mit der Platine und die hölzernen Motivscheiben sind durch eine Plastikscheibe voneinander getrennt. Als alles eingesteckt war, habe ich den Rahmen seitlich und oben geschlossen. Leider befinden sich ausgerechnet oben auf dem Wecker zwei kleine, aber helle Stellen, wo die rotbraune Farbe auf dem Holz fehlt. Ich schaue ständig drauf, es stört mich. Sie sind sicher beim Herausdrücken aus den Holzplatten entstanden. Schade! Das Nachtlicht wird per USB C-Anschluss aufgeladen. Während des Ladens ist das Licht intensiv rot, was mir sehr gut gefiel. Leider fallen die eigentlichen Lichter - es gibt drei Lichtstufen - nicht so gut aus. Man kann ein weißes Licht, ein kühles Licht und ein gelbliches Licht auswählen. Leider fallen alle drei sehr hell aus, blenden mich, wenn ich das Motiv betrachten möchte, und lassen die Farben in dunklen Schatten untergehen. Auf den Fotos sieht man das leider nicht so gut, weil der Fotoapparat das grelle Gegenlicht runterreguliert. Bitte lassen Sie sich also nicht täuschen: Das Licht schaut nicht so gemütlich und farbenfroh aus! Daher bin ich letztlich nach all dem erfolgreichen und fröhlichen Basteln etwas enttäuscht. Das Nachtlicht eignet sich eher als handliche Taschenlampe. Es wäre gut gewesen, wenn das Licht rot oder richtig gelb wäre. Dazu hätte man wohl einfach statt der weißen Plastikscheibe eine dunkel gefärbte der Packung beifügen müssen. Dann wäre das Licht nicht so gleißend und die Farben auf den Holzscheiben kämen gut zur Geltung. Vielleicht tüftele ich da noch was aus... Letztendlich vergebe ich für die Idee und die Umsetzung 3 von 5 Sternen. Das Holz sollte leichter aus den Platten zu lösen sein, der Lötpunkt am Lichtschalter nicht so dick und vor allem das Licht müsste sanfter sein. Ich kann dieses Bastelset daher nur bedingt empfehlen.