Impossibile caricare il contenuto multimediale. Vorab eine kleine Entschuldigung an alle Leser für die ausufernde Länge der Rezension. Ich habe dieses Lichtschwert gekauft, ohne zuvor mehr als die auf Amazon verfügbaren Daten zu kennen. Nachdem ich das Ding schließlich in Händen hielt, dachte ich mir, dass zukünftige Käufer bei der Entscheidungsfindung von meiner Erfahrung und weiteren Recherchen profitieren könnten. Und für alle, die nicht so viel lesen möchten: Tolles Teil! Der Kauf lohnt sich! DIE BASICS: Bei dem „Smooth Swing FX Lightsaber“ des Verkäufers mit dem kryptischen Namen Atexbser handelt es sich um ein RGB-Lichtschwert. Diese Technologie beleuchtet die Polycarbonat-Klinge lediglich aus dem Griff heraus (wie eine bunte Taschenlampe). In der Klinge selbst befindet sich keine Elektronik. Das erlaubt zwar keine allzu imposanten Klingen-Effekte, wie sie teure Pixel- oder Proffie-Schwerter bieten, ermöglicht aber die Nutzung stabiler, „duelltauglicher“ und vergleichsweise günstig zu ersetzender Polycarbonat-Klingen. Das Schwert kommt in einem mit "Custom Saber"-beschrifteten Karton. Diese Verpackung wird von diversen unterschiedlichen Herstellern mit ebenso unterschiedlichen und stark abweichenden Qualitätsstandards genutzt. Es gibt also gute "Custom Saber" und schrottige "Custom Saber". Den eigentlichen Hersteller kann man nur anhand eines Herstelleraufdrucks oder Herstelleraufklebers ableiten. Der von Atexbser verkaufte „Custom Lightsaber“ wurde laut Aufdruck auf der Verpackung von Damien Technology in China hergestellt, was mich sehr gefreut hat. Ein „Damiensaber“-RGBx-Einstiegsmodell zum Preis von knapp einem Hunni ist in meinen Augen nicht gerade ein Schnäppchen. Der Preis ist aber insgesamt in Ordnung, wenn man bedenkt, dass die Lieferung superschnell erfolgt, man sich nicht mit dem Zoll herumschlagen muss und dass man bei eventuellen Reklamationen dank Amazon auch keine großen Probleme haben sollte. Ein ähnliches - eventuell sogar ein etwas besseres - Damiensaber-Schwert direkt aus China zu bestellen, kostet inklusive Versand etwa ab 70 Euro (je nach Dollarkurs) plus 19 % Einfuhrumsatzsteuer plus Zollgebühr nach § 3 und § 4 Zollkostenverordnung und einiges an Wartezeit. Der graue Griff aus Aluminium liegt gut in der Hand. Ein einfaches Griffband wird mitgeliefert, welches ich jedoch aufgrund seines billigen "Look&Feel" nicht anbringen werde. Es gibt bei meinem Exemplar nur einen einzigen Schönheitsfehler in der Metalloberfläche in Form eines 2 mm großen Kratzers (erkennbar auf entsprechenden Bild rechts bei der Öffnung im Emitter). Dies ärgert mich jedoch nicht, da ich ohnehin vorhabe, das Schwert optisch auf alt zu trimmen. Der Lichtschwertgriff besteht aus mehreren miteinander verschraubten Elementen. Die Modifikation oder ein Austausch einzener Elemente ist bei diesem "Damiensaber" mittels diverser LGT-kompatibler Anbau- und Erweiterungsteile problemlos möglich. Jedoch sind bei diesem Modell das Switch- und Emitterelement nicht separat, sondern ein zusammenhängendes Element, welches bei Bedarf komplett getauscht/gemoddet werden müsste. Die Polycarbonat-Klinge hat 1 Zoll / 2,54 cm Durchmesser und eine Wandstärke von 2 mm. Das sollte einigermaßen robust sein, auch wenn noch bessere 3 mm starke Klingen gibt. Bei montierter Klinge (zwei Madenschrauben dienen zur Befestigung der Klinge) beträgt die Gesamtlänge des Lichtschwertes imposante (aber auch etwas unhandliche) 112,5 cm. Der Griff endet in einem Kupplungselement mit Gewinde. Das ist optisch nicht so schön wie ein "echter" Knauf, ermöglicht aber, zwei dieser Schwerter zu einem Doppellaserschwert à la Darth Maul zusammenzufügen. Geladen wird das Lichtschwert über den USB-C-Anschluss im Griff. Die Kapazität des Akkus beträgt 3.000 mAh. Laut Aufdruck ist es ein geschützter Akku mit Schutz vor Memoryeffekt, Kurzschluss und Über-/Unterspannung. Dennoch NACH HERSTELLERANGABEN EXTREM WICHTIG: beim Laden maximal 5V/1A Spannung nutzen. BEDIENUNG, SOUND UND OPTIK: Das verbaute Board ist ein XRGB V2-Board, gehört also nicht zur aktuellsten XRGB3.0-Generation. Aber auch die V2 bietet schon ordentliche Bedienmöglichkeiten. Die Bedienung des Lichtschwerts erfolgt – wie bei den meisten Modellen – primär über einen einzelnen Knopf. Durch mehrfaches, langes oder kurzes Drücken manövriert man durch die hörbaren Menüs. Das erfordert etwas Eingewöhnung, geht aber bald flott von der Hand. Einige Funktionen lassen sich zudem auch per Motion-Control durch Bewegungen des Schwergriffs steuern. Es gibt drei Lautstärkeeinstellungen inklusive Stummschaltung. Persönlich würde mir noch gerne eine Lautstärke zwischen „sehr leise“ und „sehr laut“ wünschen. Die Tonwidergabe ist insgesamt in Ordnung, wenn auch nicht überragend. Der kleine Lautsprecher gibt sich zwar redlich Mühe, erlaubt sich aber gerade im lauten Modus auch akustische Unsauberkeiten. Man kann aus insgesamt 12 Soundfonts wählen, welche die Lichtschwertgeräuschkulisse der Star Wars-Filme (mit einer Ausnahme) stimmungsmäßig gut wiedergeben: Scavenger (Rey), Princess (Leia), Rage Knight (Kylo), The High Ground (Kenobi), The Count (Dooku), The Fallen (Cal Kestis), The Dark Lord (Vader), The Dark Sword (Dark Saber), Dark Ages (mittelalterlicher Schwertsound), The Second (Zweite Schwester), Serenity (generischer Jedi) sowie Emperor (Palpatine). Trifft das Lichtschwert mit einer gewissen Wucht auf, ertönt ein Sound und die Klinge flackert auf. Per Knopfdruck lassen sich zwei weitere Soundeffekte auslösen: das Deflektieren von Blasterfeuer und das kakofonische Geräusch, das in den Filmen ertönt wenn zwei Lichtschwerter aneinander „reiben“. Die sogenannte „Smooth Swing“-Funktion ist auch OK. Bei manchen der Soundfonts funktioniert sie gut, bei anderen weniger gut. Technisch ausgereiftere und wesentlich teurere Lichtschwerter beherrschen diese akustische Feinheit für noch mehr "Realismus" natürlich besser. Man kann aus 12 Basisfarben für die Klinge direkt wählen oder sich mittels „Infinite Color Changing“ seine persönliche Wunschfarbe „zusammenmischen“. Es gibt zudem die Beleuchtungs-Varianten „steady“ (gleichmäßig), „pulse" (pulsierend) und „unstable“ (flackernd). Für ein RGB-Schwert ist die Ausleuchtung der Klinge in Ordnung. Die Klinge ist in den meisten Farben ein echter Hingucker, wobei sie unter praller Mittagssommersonne natürlich weniger imposant wirkt, als in abgedunkelten Innenräumen. Was das Handling beim Fechten betrifft, ist die wohl filmakkurate Klingenlänge m.M.n. etwas zu lang geraten, insbesondere mit Blick auf den etwas leichten Griff. Eine 10 cm kürzere Polycarbonat-Klinge dürfte bei Menschen (und Aliens) unter 200 cm Körpergröße die bessere Wahl sein (kann man selbst kürzen oder beim Lichtschwertfachbedarfshändler des Vertrauens kaufen). FAZIT: Auch, wenn seit Frühjahr 2023 eine neuere und verbesserte Generation von RGB-Lichtschwert-Boards auf dem Markt ist: Ich mag dieses „Last-Gen“-Lichtschwert sehr und möchte eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Schon „out of the box“ macht es Spaß, damit Duelle auszufechten, Katas zu üben oder einfach in einem dunklen Raum den inneren Jedi oder Sith rauszulassen. Für Cosplay-Zwecke sieht das Ding zunächst etwas "einfach", bzw. "von der Stange" aus. Es macht allerdings ohnehin viel Spaß, das Lichtschwert zu modifizieren und zu individualisieren, um mit seinem eigenen Jedi- oder Sithcharakter einen individuellen Auftritt hinzulegen (siehe dazu auch das entsprechende Beispielbild mit meinem gemoddeten Schwert). PS: Kleiner Tipp: Baumwoll-Gewebeklebeband/KFZ-Isolierband ist m.M.n. wesentlich schöner und praktikabler als das mitgelieferte Rennradlenker-Plastikklebeband-Elend, wenn es um die Griffwicklung geht. Wer es noch schicker mag, kann auch problemlos noch über ein solches Gewebeklebeband als Grundlage eine Echtlederwicklung oder eine schöne Kunstlederwicklung kleben. Ein Staubschutzstöpsel für ein paar Cent lässt auch noch den USB-C-Ladeport ansehnlich "verschwinden". PPS: Sollte es stimmen, was