Einen faltbaren Bollerwagen hatte ich bereits, der aber nur bis 80kg ausgelegt ist. Nun haben mich bei dem Wagen von Luvego die Räder mit Feststellbremse und die höhere Belastbarkeit neugierig gemacht, weshalb ich diesen Bollerwagen angefordert hatte. Nach dem Eintreffen wurde dieser recht zeitnah aus seiner Kartonage befreit. In gefalteter Form mit demontierten Reifen ist der Bollerwagen sehr kompakt. Die Räder machen auf ersten Blick einen sehr guten Eindruck, da wir es sich nicht um harte Plastikräder handelt, sondern um Kunststoff Felgen mit einem weicheren Gummi/Plastikprofilrad. Die 2 lenkbaren Räder in Deichselnähe besitzen die Möglichkeit, bequem mit dem Fuß, über eine Feststellbremse blockiert werden. Da meine Tochter Zeitungen austrägt, konnten wir den Luvego Faltbaren Bollerwagen auf Herz und Niere ausprobieren. Das Zusammenbauen gestaltet sich ganz einfach. Die Räder werden an jeder Ecke in eine entsprechende Aufnahme gedrückt. Es rastet aber nichts ein, sprich man kann die Räder einfach wieder herausziehen, ohne hier eine Entriegelung vorzunehmen. Die erste Probefahrt ohne Gewicht hat sich noch als sehr zufriedenstellend erwiesen. Im nächsten Schritt haben wir den Wagen anschließend beladen und waren auch hier noch begeistert, denn der alte Wagen neigte gerne dazu, sich sichtbar etwas durch zu biegen. Hier macht der Luvego eine bessere Figur. Die Zuladung betrug ca. 60kg bis 70kg, also bei weitem noch nicht an der Belastungsgrenze. Beim Versuch, den Wagen zu ziehen, zeigten sich die ersten Probleme mit den hinteren Rädern, so montiert waren, dass sie mit der Außenkante abschließen. Die Räder setzten sich minimal quer, sodass diese über den Boden schliffen, anstatt zu rollen. Unter der vollen Last habe ich den Wagen also noch einmal an einer Ecke etwas angehoben, das Rad herausgezogen und um 180 Grad gedreht. Der erneute Test sah viel besser aus und wir konnten mit dem Austragen der Zeitung starten. Anfangs hörte man die Bremsbleche noch über das Rad klappern, da diese mit zu wenig Druck vom Rad weggehalten werden. Die Deichsel bzw. Zugstange zeigen bereits nach kürzester Zeit, dass diese bereits mit 60kg – 70kg überfordert ist. Nach ca. 90 Minuten sind hier die Spielräume bereits spürbar vergrößert. Im Laufe dieser 90 Minuten muss man sich vor Augen halten, das mit zunehmender Zeit die Last weniger wird. Doch bereits auf halber Strecke habe ich den Eindruck, dass der gesamte Rahmen in sich nicht mehr gerade ist, was man auf dem Heimweg am Ende noch besser sah, denn meine Tochter zog den Wagen, der nicht mehr gerade hinter ihr herfuhr. Er rollte leicht schräg geneigt hinter ihr her. Zu Hause wieder angekommen zeigt sich mir dann ein Bild, wo ich dem Wagen definitiv keine 2. Chance gebe, denn eins der beiden Lenkräder steht bereits nach so kurzer Zeit etwas schief. Ich habe mir das genauer angeschaut und den Fehler schnell gefunden, denn der Bolzen, den man in den Rahmen schiebt, ist jetzt schon sichtbar krumm. Natürlich bildlich festgehalten, hätte ich diesen Wagen natürlich retourniert. ⭐️ Räder mit Profil – keine Vollplastikräder ???? der Rahmen ist nicht stabil genug. Bei 60kg – 70kg bereits spürbar über seinem Limit ???? Bremsen klappern vor sich hin ???? Räder werden ohne Fixierung nur in ein Loch gesteckt. Keine Verriegelung ???? Deichsel bereits nach 90 Minuten mit mehr Spiel, als vorher ???? gesamte Bollerwagen fährt nach 90 Minuten nicht mehr gerade hinter einem her ???? nach der ersten Fahrt ist bereits an einem Lenkrad die Radaufnahme stark verbogen Mein Fazit: So etwas geht besser. Was bei mir eingetroffen ist, ist leider eine Zumutung, die wie man erkennen kann bereits nach weniger als 2 Stunden Nutzung nur noch reif für die Tonne ist. Nicht empfehlenswert und daher auch nur 2 Sterne. 2 Sterne vergebe ich auch nur, weil der Wagen mit einer Zuladung von 20kg bestimmt gute Dienste erweist.